- SCHWERPUNKTTHEMA – Klimaschutz (LEITSATZ 1)
Unserer Umwelt zuliebe
Zielsetzung
Über unser selbstgestecktes Zielbild verpflichten wir uns zu einer ressourcenschonenden Wirtschaftsweise. Durch verantwortungsvolles Wirtschaften wollen wir unseren ökologischen Fußabdruck im Geschäftsbetrieb, insbesondere unsere CO₂-Emissionen, deutlich reduzieren. Wir schließen uns in diesem Kontext dem Ziel der deutschen Klimagesetzgebung an, im Jahr 2045 klimaneutral zu sein.
Maßnahmen und Aktivitäten
- Ermittlung des CO₂-Ausstoßes im Geschäftsbetrieb der Bank
- Formulierung eines CO₂-Senkungspfades für den Geschäftsbetrieb der Bank
- Erarbeitung von Maßnahmen hin zu einer nachhaltigen und klimaschonenden Mobilität durch Stärkung und Ausbau der Angebote der Radmobilität und eines klimaschonenden Fuhrparks sowie Etablierung von Maßnahmen, die zur Reduzierung von CO₂-Emissionen im Pendlerverkehr beitragen sollen
- Verstärkte Nutzung von E-Scootern und E-Bikes sowie Elektro- und Hybridfahrzeugen
- Finanzielle Unterstützung zertifizierter Klimaschutzprojekte zur Erreichung internationaler Klimaziele – Förderung von Klimaschutzmaßnahmen, die zu einer Verringerung der Treibhausgas-Emissionen führen, die der Menge unserer Emissionen im Geschäftsbetrieb (plus zehn Prozent zusätzlich) entsprechen
- Mitglied der „Allianz für Entwicklung und Klima“ seit 2018
- Berücksichtigung von Transitionsrisiken bei Bau- und Modernisierungsmaßnahmen unter Nachhaltigkeitsaspekten
- Energieeffizientes Gebäudemanagement
- Einsatz Öko-Strom bereits seit 2016
- Installation von Photovoltaik-Anlagen
- Teilnahme am Stadtradeln sowie an der AOK-Radaktion „Mit dem Rad zur Arbeit“
Ergebnisse und Entwicklungen
In unserem Geschäftsalltag unternehmen wir eine Vielzahl an Anstrengungen und Maßnahmen, um die Menge an ausgestoßenem CO₂ kontinuierlich zu reduzieren.

In unserem bankeigenen Fuhrpark wurden auch im Jahr 2025 Fahrzeuge mit Verbrenner-Motoren durch moderne Elektrofahrzeuge ersetzt und somit eine kontinuierliche Entwicklung hin zur klimaschonenden Mobilität gewährleistet.
Mit unserer Dienstwagenrichtlinie verpflichten wir uns, bei der Anschaffung von Dienstfahrzeugen hinsichtlich der Antriebsart auf eine klimaschonende Technologie zu achten. Demnach werden Verbrenner-Motoren grundsätzlich ausgeschlossen, mit der Ausnahme hybrider Antriebsformen (Benzin/Elektro, Diesel/Elektro).
Durch die Installation von zwei Ladesäulen mit vier Ladepunkten können am Standort Schemmerhofen Elektrofahrzeuge gegen Entgelt geladen werden.

Indikatoren
Indikator 1: Eigene Fuhrparkflotte
Unsere Fuhrparkflotte unterliegt einem kontinuierlichen Wandel, da wir uns aktiv für die Reduzierung unseres CO₂-Ausstoßes einsetzen. Mit dem klaren Ziel, einen klimaneutralen Fuhrpark zu etablieren, setzen wir Schritt für Schritt auf die Umstellung auf Elektromobilität. Wir haben beispielsweise zwei Poolfahrzeuge mit Verbrenner-Motor durch zwei Elektrofahrzeuge ersetzt. Diese und weitere Maßnahmen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie und unterstreichen unser Engagement für den Umweltschutz.
Die Investition in Elektromobilität ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zu einem klimaneutralen Unternehmen. Wir sind entschlossen, diese Transformation kontinuierlich voranzutreiben und einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Indikator 2: Reduktion von THG-Emissionen im Pendelverkehr
Der Pendelverkehr spielt innerhalb unserer CO₂-Bilanz eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Treibhausgas-Emissionen, wobei 2025 circa 60 Prozent beziehungsweise 865 Tonnen unserer ermittelten CO₂-Emissionen auf diesen Bereich entfallen. Um diese Emissionen zu reduzieren, haben wir bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen. Das Jobticket ist ein zusätzliches Beispiel dafür, wie vermehrt auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen wird, um den individuellen CO₂-Ausstoß zu verringern.
Zusätzlich haben Initiativen wie „Mit dem Rad zur Arbeit“ der AOK und das „Stadtradeln“ dazu beigetragen, dass Mitarbeitende das Fahrrad noch stärker als nachhaltige Alternative zum Auto angenommen haben. Diese Aktionen fördern nicht nur die Umweltfreundlichkeit, sondern auch die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden.
Weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen im Pendelverkehr sind in Planung beziehungsweise Umsetzung. Dazu gehören beispielsweise ein Angebot für Mitarbeiterleasing von Elektrofahrzeugen, das kurz vor der Realisierung steht und Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr. Diese weiteren Schritte zeigen unser Engagement für eine nachhaltige Mobilität und den kontinuierlichen Einsatz zur Reduzierung unseres ökologischen Fußabdrucks.
Darüber hinaus haben wir im Jahr 2025 unseren Mitarbeitenden die App „PENDLA“ vorgestellt und zur Nutzung empfohlen. Diese App ist eine kommunale, digitale Mitfahrplattform, über die Beschäftigte ihren täglichen Arbeitsweg erfassen, passende Fahrgemeinschaften in der Region Ulm finden und Fahrten einfach organisieren können. Die Bündelung von Pendelwegen reduziert eine Vielzahl an Einzelfahrten und verringert so CO₂-Emissionen sowie hohe Verkehrsaufkommen. Auf diese Weise wird nicht nur ein ressourcenschonender Arbeitsweg gefördert, sondern auch die Gemeinschaft gestärkt.
Treibhausgas-Bilanz
Zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen haben wir eine Treibhausgas-Bilanz (THG-Bilanz) für Scope 1 und 2 sowie weite Teile von Scope 3 (mit Ausnahme von Scope 3.12 und 3.15) erstellt. Im Jahr 2025 haben wir Senkungsziele für die bilanzierten Bereiche formuliert, die mit den Zielen des deutschen Klimagesetzes einhergehen und somit Klimaneutralität für 2045 vorsehen. Wir haben hierbei Zwischenziele für die Jahre 2030, 2035 und 2040 formuliert. Mithilfe bereits formulierter und weiter zu entwickelnder konkreter Maßnahmen werden wir diesen Pfad verfolgen und umsetzen.
Hinsichtlich der finanzierten Emissionen (Scope 3.15) haben wir seit Mitte 2025 eine Softwareanwendung im Einsatz, welche die finanzierten Emissionen auf Basis des Standards des Partnership for Carbon Accounting in the Financial System (PCAF) ermittelt. Zur Validierung der Ergebnisse arbeiten wir aktuell an den vorhandenen Datenerfassungen, so dass wir hier sukzessive belastbare und vollständige Daten erreichen. Dabei sind wir auch auf die Datenversorgung beziehungsweise Bereitstellung vollständiger Schnittstellen durch den Anbieter angewiesen. Vor dem Hintergrund der aktuell laufenden internen Optimierungs- beziehungsweise Vervollständigungsarbeiten soll hier auf den Ausweis der aktuell verfügbaren Daten verzichtet werden.
Tabelle 1: Datenerfassung und Ziele zur Senkung der THG-Emissionen
| Erfassungsbereiche | Ausgangsbilanz 2024 | Aktuelles Geschäftsjahr 2025 | Veränderung gegenüber Referenzjahr | Zielwert 2030 | Zielwert 2035 | Zielwert 2040 | Zielwert 2045 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| THG-Emissionen in t CO2e | 3THG-Emissionen in t CO2e | +/- in t CO2e | THG-Emissionen in t CO₂e | THG-Emissionen in t CO₂e | THG-Emissionen in t CO₂e | THG-Emissionen in t CO₂e | |
| Direkte THG-Emissionen Scope 1 | 416 | 315 | -99 | 332,8 | 249,6 | 145,6 | 0 |
| Indirekte THG-Emissionen Scope 2 | 146 | 139 | -7 | 116,8 | 87,6 | 51,1 | 0 |
| Indirekte THG-Emissionen Scope 3 | 969 | 989 | +20 | 775,2 | 581,4 | 339,15 | 0 |
THG-Bilanz – Unsere Ausgangssituation
Die Fusion der Volksbank Ulm-Biberach eG mit der Raiffeisenbank Biberach eG im Jahr 2022 führte zu einer erhöhten Anzahl von Fahrten der Mitarbeitenden aufgrund der Verschmelzung und Vermischung von Standorten. Diese Veränderungen gingen auch mit der Übernahme von Immobilienbeständen einher, die sowohl energetisch als auch hinsichtlich des Energieträgers eine hohe Treibhausgas-Bilanz aufwiesen.
Angesichts des aktuellen Status streben wir im Rahmen des oben genannten Senkungspfades an, unsere Immobilien so zu optimieren, dass dies aktiv zur Reduzierung unserer CO₂-Emissionen beitragen.

THG-Bilanz – Unsere Zielerreichung
Wie oben erwähnt, haben wir 2025 einen Senkungspfad für unseren Geschäftsbetrieb formuliert, der für 2045 Klimaneutralität vorsieht. Dieser enthält Zwischenziele für die Jahre 2030, 2035 und 2040. Durch konkrete Maßnahmen werden wir weiterhin unser Ziel der CO₂-Vermeidung verfolgen. Dabei gilt es zunächst bis 2030 das erste Zwischenziel zu erreichen: Eine Reduktion der CO₂-Emissionen um 20 Prozent, basierend auf den Emissionen des Jahres 2024.
THG-Bilanz – Ergriffene Maßnahmen und Entwicklungen
- Ausbau der Photovoltaik-Anlagen an den Geschäftsstellen: Durch den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen an unseren Standorten investieren wir in erneuerbare Energiequellen und reduzieren unseren CO₂-Fußabdruck.
- Energetisches Sanieren bei Geschäftsstellen und Hauptniederlassungen: Die energetische Sanierung unserer Gebäude trägt dazu bei, den Energieverbrauch zu reduzieren und die Effizienz unserer Immobilien zu verbessern. Der Austausch der Öl-Heizung in unserer Geschäftsstelle Mittelbiberach durch Fernwärme, sowie die Umrüstung der Beleuchtung auf LED reduziert unseren CO₂-Fußabdruck. Die Installation des Energiedatenmanagementsystem unterstützt uns bei der Erfassung der großen Energieverbraucher.
- Elektrifizierung der eigenen Fuhrparkflotte: Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge in unserem Fuhrpark hilft dabei, die CO₂-Emissionen im Verkehrssektor zu verringern und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
- Überarbeitung der Reiserichtlinie bezüglich Dienstflügen: Die Überarbeitung unserer Reiserichtlinie zielt darauf ab, Dienstreisen zu optimieren und vermehrt auf Alternativen, wie zum Beispiel Videokonferenzen zu setzen, um Flugreisen zu reduzieren.
- Angebot Mitarbeiter-Leasing für Elektrofahrzeuge: Durch das Angebot des Mitarbeiter-Leasings für Elektrofahrzeuge, das bereits zum Jahresende 2025 kurz vor der Einführung stand, ermöglichen wir unseren Mitarbeitenden den Zugang zu umweltfreundlichen Mobilitätslösungen und fördern die Elektrifizierung im Verkehrssektor.
Diese Maßnahmen zeigen unser Engagement für den Klimaschutz und verdeutlichen unseren Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen und zur Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele.
Fazit

Ausblick
Auch in Zukunft möchten wir unseren Maßnahmenkatalog zur Reduzierung unseres ökologischen Fußabdrucks weiter ausbauen. Denn unser Ziel ist und bleibt die Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen. So spielt unser interner „Ideenpool“ zur Einreichung effizienter Einsparmöglichkeiten durch unsere Mitarbeitenden auch in Zukunft eine wichtige Rolle. Die bestehenden Radangebote sowie die anstehende Umsetzung des Angebots für Elektrofahrzeug-Leasing für unsere Mitarbeitenden unterstreichen einmal mehr unser Bestreben, nachhaltige Mobilität konsequent zu fördern. Solche Initiativen sind wichtig, um das Bewusstsein für Umweltthemen zu schärfen und die Menschen zu ermutigen, sich aktiv zum Schutz der Umwelt einzubringen.
Des Weiteren ist für 2026 der Ausbau der erneuerbaren Energien durch die Erweiterung der Photovoltaik-Anlagen geplant. Zudem ist die Einführung des Mitarbeiter-Leasings für Elektrofahrzeuge gegen Entgeltumwandlung bereits in Vorbereitung. Auch die Erweiterung der Ladesäulen in unserem Geschäftsgebiet ist für 2026 in Planung.
Weitere Einsparungen werden zudem durch die für 2026 geplante Umrüstung der Beleuchtung auf LED und die Ausweitung des Energiedatenmanagements vorgesehen.