Schmetterling und mehrere Hummeln auf einer kugelförmigen Blüte mit violetten Blütenblättern
  1. Schwerpunktthema – Biodiversität (Leitsatz 4)

Vielfalt bewahren

  1. SCHWERPUNKTTHEMA – Biodiversität (LEITSATZ 4)

Vielfalt bewahren

Maßnahmen und Aktivitäten

  • Teilnahme am Baumspendeprojekt „Wurzeln“ der Klima-Initiative „Morgen kann kommen“
  • Realisierung des Bildungsprojekts „Wald.Klima.Ernährung“ in Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Baden-Württemberg e. V.
  • Ausstattung von Kindergärten und Grundschulen mit Insektenhotels, Nistkästen, Futtersäulen und Hochbeeten im Rahmen des Projekts „Garten³“
  • Baumpflanzaktion im Biberacher Stadtwald: 1.000 Ulmen für eine grünere Zukunft
  • Projekt „Blühwiesenpatenschaften“ in Bad Schussenried und Eberhardzell
  • Aufstellen von sieben Fledermauskästen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Gartenkultur in Illertissen
  • Einrichten von Mikrohabitaten in Zusammenarbeit mit der Stiftung Gartenkultur in Illertissen

Ergebnisse und Entwicklungen

Auch im Berichtsjahr haben wir uns an zahlreichen Projekten zum Erhalt der biologischen Vielfalt und des Artenschutzes aktiv beteiligt. So haben wir das Baumspendeprojekt „Wurzeln“ der Klima-Initiative „Morgen kann kommen“ der genossenschaftlichen Finanzgruppe in Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Baden-Württemberg e. V. unterstützt.

„Wirkungsvoll fürs Klima – wir helfen dem Wald wieder auf!“ Im April haben wir uns gemeinsam mit vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern aus unserem Haus und unseren Partnerorganisationen aktiv für die Aufforstung engagiert: Im Stadtwald Biberach wurden 1.000 Ulmen gepflanzt.
Unter fachkundiger Anleitung von Revierleiter Herrn Wodarz wurden die jungen Bäume professionell eingesetzt – ein wertvoller Beitrag zur nachhaltigen Aufforstung der Region.
Die Pflanzaktion stand unter dem Motto „Gemeinsam für eine grünere Zukunft“ und wurde vom Gewinnsparverein der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg e. V. initiiert – in Kooperation mit dem Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. (BWGV), der Union Investment und uns.
Warum uns das so wichtig ist? Bäume leisten vielfältige Beiträge für den Umweltschutz: Sie binden nicht nur CO₂ und verbessern die Luftqualität, sondern sie fördern vor allem auch die Biodiversität. Die Ulme ist dafür besonders geeignet – robust, anpassungsfähig und ideal für unser zunehmend trockenwarmes Stadtklima. Ulmen sind wertvolle Stadtbäume, die Hitze mildern, Schatten spenden und Nistplätze bieten, wodurch sie die Artenvielfalt in urbanen Räumen stärken. Dazu schaffen sie Lebensräume, die Schutz wie auch Nahrung bieten und wichtige Ökosystemfunktionen wie Wasser- und Luftreinigung übernehmen.

Ein weiterer Beitrag zur Biodiversität sind unsere Wildblumenwiesen. Die insgesamt 1,5 Hektar großen Flächen entfalten ihre volle Pracht in Bad Schussenried und in Eberhardzell. Bei der Auswahl des Saatguts achten wir auf Qualität und regionale Anbieter, ebenso wie auf den Einsatz zertifizierter Produkte. Die positiven Rückmeldungen zu den Wildblumenwiesen, die uns von Kundinnen und Kunden, aber auch von Nichtkundinnen und Nichtkunden, erreichen, bestärken uns in unserem Engagement hierfür. Neben den positiven Auswirkungen auf die Biodiversität, die wir nachfolgend kurz erläutern wollen, erfreuen diese mit ihrer Schönheit und Farbenpracht auch vorbeigehende Spaziergängerinnen und Spaziergänger.
Für die Biodiversität übernehmen Wildblumenwiesen verschiedene positive Wirkungen:

  • Nahrungsquelle: Sie liefern ganzjährig Nektar und Pollen für Bestäuber wie Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge.
  • Lebensraum: Sie bieten Unterschlupf, Nistmöglichkeiten und Schutz für viele Insekten (auch Bodeninsekten), Vögel und Kleintiere, die in aufgeräumten Gärten keinen Platz mehr finden.
  • Unterstützung der Bestäubung: Die hohe Insektenvielfalt sorgt für eine effektivere Bestäubung von Obstbäumen und Gemüsepflanzen, was wiederum die Nahrungssicherheit erhöht.
  • Erhalt bedrohter Arten: Sie geben bedrohten Insektenarten, wie bestimmten Wildbienen und Schmetterlingen, eine Chance zum Überleben.
  • Ökologische Vielfalt: Sie fördern das Bodenleben und schaffen ein vielfältiges Ökosystem, das widerstandsfähiger ist.
  • Klimaschutz: Artenreiche Wiesen können mehr Kohlenstoff speichern und helfen so, Treibhausgase zu reduzieren.
Besonders stolz sind wir auch auf den „Klimawald“, der bereits seit 2022 auf der Jungviehweide in Illertissen wächst – Gehölze, die selbst mit starken Frösten, Hitzewellen und extremer Trockenheit gut zurechtkommen. Auch im Berichtsjahr haben wir dieses ökologisch wertvolle Projekt finanziell, aber auch durch aktive Mitarbeit bei Pflanzaktionen unterstützt.

Uns ist es ein großes Anliegen, Kinder möglichst früh an die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz heranzuführen. Im Rahmen des Sozialprojektes „Garten³“ konnten wir erneut für Grundschulen und Kindergärten in unseren Regionen Hochbeete, Insektenhotels, Nistkästen mit und ohne WLAN-Kameras sowie Futtersäulen zur Verfügung stellen. Der Schwerpunkt bei den Hochbeeten liegt vor allem auf der Sensibilisierung für gesunde Ernährung und regionale Produkte. Bei den Insektenhotels, ebenso wie den Nistkästen sowie den Futtersäulen stehen der Erhalt der Biodiversität und der Artenvielfalt im Fokus. Mit dem Projekt „Garten³“ starteten wir bereits 2018 als Pilotbank und führen diese Erfolgsgeschichte mit viel Herzblut und Engagement seither fort. Insgesamt konnten wir dabei 266 Hochbeete, 148 Insektenhotels, 71 Nistkästen ohne WLAN und 59 mit WLAN-Kamera sowie 59 Futtersäulen an Grundschulen und Kindergärten unserer Heimat vergeben.

Ebenso wurde das Bildungsprojekt „Wald.Klima.Ernährung“ nach dem Start in 2024 in Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Baden-Württemberg e. V. weitergeführt. Im Rahmen dieses Projekts gestalten Waldpädagoginnen und Waldpädagogen für Schulklassen Unterricht im Wald. Hierfür haben wir auch im Berichtsjahr 1.250 Euro an die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gespendet.

Zudem setzen wir uns aktiv für den Schutz von Tieren ein. Fledermäuse sind ein wichtiger Bestandteil für das Ökosystem. Um die Lebensbedingungen für Fledermäuse zu verbessern und die lokale Biodiversität zu fördern, haben wir in Zusammenarbeit mit der Stiftung Gartenkultur in Illertissen sieben Fledermauskästen an Bäumen und Häusern angebracht (siehe nebenstehendes Foto). Fledermäuse fördern die Biodiversität in vielerlei Hinsicht:
  • Natürliche Schädlingsbekämpfer: Sie regulieren Insektenpopulationen.
  • Bestäuber und Samenausbreiter: Sie unterstützen die Pflanzenvermehrung.
  • Guano: Sie liefern wertvollen Dünger, welcher Wälder und Agrarflächen gesund hält und das ökologische Gleichgewicht sichert.
  • Wichtige Bioindikatoren: für intakte Lebensräume.
Im Berichtsjahr haben wir, gemeinsam mit der Stiftung Gartenkultur aus Illertissen, damit begonnen, verschiedene Mikrohabitate (siehe nebenstehendes Foto) in der Jungviehweide in Illertissen zu kultivieren. Konkret wurden folgende Mikrohabitate geschaffen:
  • Geröllsteine für Eidechsen
    Geröll- und Steinstrukturen schaffen wertvolle Sonnen- und Rückzugsplätze für Eidechsen und andere wärmeliebende Arten und fördern so die Artenvielfalt in sonst stark genutzten Kulturlandschaften. Die Maßnahme trägt dazu bei, Reptilien geschützte Eiablage- und Überwinterungsplätze zu bieten und so ihre Bestände langfristig zu stabilisieren.
  • Sandhügel für Sandbienen
    Sandige, offene Bodenbereiche sind für viele Wildbienenarten überlebenswichtig, da sie dort ihre Nester anlegen und ihren gesamten Lebenszyklus vollziehen. Mit Sandhügeln schaffen wir gezielt Brut- und Nahrungsräume für spezialisierte Sandbienen und stärken damit die Bestäuberleistung im gesamten Umfeld.
  • Wechselfeuchtzone für Amphibien
    Wechselfeuchte Zonen verbinden Wasser- und Landlebensräume und sind für Amphibien essenziell, da sie sowohl zur Fortpflanzung als auch als Nahrungshabitat genutzt werden. Durch die Anlage solcher Bereiche entstehen Laichplätze, Verstecke und Wanderkorridore, die die Entwicklung stabiler Amphibienpopulationen fördern.
  • Totholzhaufen mit Käferkeller für Holzbienen
    Totholzstrukturen bieten zahlreichen Insektenarten, Pilzen und Kleinstlebewesen einen Lebensraum und erhöhen so die strukturelle Vielfalt eines Geländes. Ein gezielt angelegter Totholzhaufen mit Käferkeller und Hohlräumen schafft Nist- und Überwinterungsplätze unter anderem für Holzbienen und unterstützt damit die natürliche Zersetzung und Bodenbildung.
  • Magerwiese für Insekten
    Magere, nährstoffarme Wiesen fördern eine hohe Vielfalt an Blütenpflanzen, die zahlreichen Insektenarten Nahrung und Lebensraum bieten. Die Umwandlung oder Pflege von Flächen als Magerwiese ermöglicht langfristig stabile Insektenpopulationen und stärkt ökologische Funktionen wie Bestäubung und natürliche Schädlingsregulation.
  • Miniwäldchen für Feldhase und Co.
    Kleinstrukturen wie Miniwäldchen schaffen Rückzugsräume, Deckung und Nahrung für Feldhasen, Vögel und andere Wildtiere in einer zunehmend ausgeräumten Landschaft. Die Pflanzung solcher Gehölzinseln verbindet Lebensräume, erleichtert Wanderbewegungen und trägt zur Erhaltung vielfältiger Tiergemeinschaften bei.

Ausblick

Wir werden auch in Zukunft Projekte zur Förderung der Biodiversität unterstützen und weiter ausbauen. Zusätzlich soll ein Schwerpunkt der Aktivitäten auf der Bildung für nachhaltige Entwicklung liegen.